Apple erläutert den App-Store-Prozess
Wer in den App Store will, der muss von Apple zugelassen werden. Jetzt hat Apple den Prüfprozess ein wenig erläutert. Allerdings nicht freiwillig.
Seit einiger Zeit rumort es in der iPhone-Szene. Anlass für den Unwillen der Entwickler ist Apples mitunter rätselhafte App-Store-Politik, bei der nicht immer klar ist, warum eine Applikation zugelassen oder abgelehnt wurde oder warum der Prüfprozess so lange dauert.
Dabei macht Apple auch vor großen Namen nicht halt und hat zum Beispiel die seit einiger Zeit fertige Applikation „Google Voice“ nicht zugelassen. Oder genauer: noch nicht. Denn die vermeintliche Ablehnung von Google Voice auf dem iPhone löste eine Untersuchung der FCC aus, die dem Verdacht des Monopolmissbrauchs nachgeht.
In einer öffentlichen Antwort hat Apple nun die Hintergründe erläutert. Googles Applikation sei noch nicht abgelehnt, sondern werde derzeit noch geprüft. Bedenken hat Apple unter anderem, weil Google Voice Telefon und SMS auf dem iPhone ersetzt. Damit greift das Programm in die Kernfunktionalität des iPhones ein und verändert die Benutzererfahrung mit dem Gerät. Außerdem würde die Applikation alle Kontakte auf dem iPhone kurzerhand auf den Google-Server kopieren.
Interessant sind auch die Zahlen, die Apple für den Prüfprozess selbst nennt. Danach wird jede eingereichte Applikation von mindestens zwei Gutachtern geprüft, von denen es „mehr als 40“ festangestellte gibt. Außerdem trifft sich einmal in der Woche „Executiv Review Board“, das besonders problematische Fälle begutachtet. Pro Woche treffen laut Apple 8.500 Update und neue Apps im App Store ein.
Das ergibt in Summe fast schon Akkordarbeit für die Prüfer. Seltsame Urteile und verschleppte Entscheidungen überraschen da eigentlich nicht mehr.
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