Das kostet der iTunes Store

Im iTunes Store erzielt Apple hohe Umsätze - große Gewinne fährt man dennoch nicht ein

Der iTunes Store ist laut Apple der weltweit größte Anbieter digitaler Medien, die Umsätze, die das Unternehmen damit einfährt, sind hoch. 

Doch das sind die Kosten auch. Denn der Betrieb einer Plattform, über die millionenfache Downloads erfolgen, die 160 Millionen Kundenkonten verwalten und unzählige Zahlungsvorgänge korrekt abrechnen muss, verlangt erhebliche Ressourcen. Auch wenn der Betrieb hochautomatisiert ist und mit wenig Personal auskommt - das Rechenzentrum hinter dem Store verschlingt Millionen.

Auf rund 75 Millionen US-Dollar schätzen die Marktforscher bei Asymco die monatlichen Betriebskosten, die mit dem wachsenden Erfolg von iTunes deutlich in die Höhe schießen. Noch vor einem Jahr lagen die geschätzten Kosten bei 30 Millionen US-Dollar im Monat.

Damit nähern sich die jährlichen Betriebskosten des iTunes Store der Milliardengrenze, die Apple, davon ist Asymco überzeugt, in diesem Jahr wohl knacken wird.

Diesen Ausgaben stehen eher bescheidene Einnahmen gegenüber. Nach Abzug der fälligen Lizenzgebühren verbleiben Apple laut Asymco pro Monat rund 80 Millionen US-Dollar, der gesamte Store fährt also einen geschätzten monatlichen Gewinn von rund fünf Millionen US-Dollar ein.

Gemessen an dem erheblichen Aufwand des Stores ist das ein eher bescheidenes Ergebnis und passt zu Apples Aussage, der Store würde kostendeckend betrieben.

Wenn Apple mit dem Store aber keinen großen Gewinne einfährt - warum betreibt man ihn dann überhaupt? Die Antwort ist einfach: Der Store ist eines der stärksten Argumente für den Verkauf von iPhone, iPods und Macs - und mit diesen Geräten macht Apple dann deutlich höhere Gewinne.

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Tags: ITunes Store, Kosten, Schätzungen, | Autor: Giesbert Damaschke | Datum: 15.09.2010