Das iPhone 4S kann ab sofort vorbestellt werden. Die Auslieferung erfolgt ab dem 14. Oktober.

Das neue iPhone 4S ist da und kann ab sofort vorbestellt werden

Das neue iPhone 4S wird am 14. Oktober ausgeliefert. Schon jetzt kann man es vorbestellen. Wir nennen die Details.

Das neue iPhone heißt nicht "iPhone 5", sondern "iPhone 4S" und sieht von außen dem iPhone 4 zum Verwechseln ähnlich. Doch im Innern hat Apple das Gerät kräftig überarbeitet. Damit folgt der Konzern der gleichen Strategie wie beim Wechsel vom iPhone 3G zum iPhone 3GS.

Wofür steht das "S"?

Zur Namensgebung hat Apple nichts gesagt, doch zwei Vermutungen, warum das iPhone 4S so heißt, wie es heißt, drängen sich auf.

Das "S" im Produktnamen kann für zwei Aspekte stehen, die beide für das neue Gerät wichtig sind: S wie Speed (also Geschwindigkeit) und S wie Siri, der neuen Sprachsteuerung des iPhones.

Mehr Tempo

Im Innern arbeitet nun der Dualcore-Prozessor A5, der auch schon beim iPad 2 für Tempo sorgt. Damit wird die Rechengeschwindigkeit des ohnehin schon schnellen iPhone 4 verdoppelt. Auch bei der Grafik legt das iPhone 4S kräftig zu. Hier sorgt ebenfalls ein Dualcore-Prozessor für mehr Geschwindigkeit. Laut Apple soll das iPhone 4S Grafiken bis zu siebenmal schneller aufbauen.

Dass es sich dabei nicht nur um leere Werbeversprechungen handelt, wurde bei der Vorstellung des iPhone 4S mit einer bewundernswert flüssig laufenden Demonstration des kommenden Spiels "Infinity Blade 2" gezeigt, bei dem komplexe 3D-Berechnungen und Licht- und Schatteneffekte in Echtzeit berechnet werden.

Bessere Kamera

Auch bei der Kamera hat Apple kräftig zugelegt. Die liefert nun 8 Megapixel (was einer Auflösung von 3264 x 2448 Bildpunkten entspricht) und macht Videos in Full-HD (1080p). Obendrein ist sie rasend schnell geworden. Sie steht praktisch auf Fingertipp sofort bereit, und zwischen zwei Schnappschüssen legt sie eine Pause von gerade einmal 0,5 Sekunden ein.

Die Kamera bietet nun auch eine Funktion, die man ansonsten von Digitalkameras kennt. Sie kann automatisch Gesichter erkennen und fokussiert das Foto entsprechend. Beim Erinnerungsfoto im Urlaub kann es also nicht mehr passieren, dass sich die Kamera versehentlich auf einen Gegenstand im Hinter- oder Vordergrund konzentriert und die Gesichter der Freunde auf dem Foto später nur verwaschen zu erkennen sind.

Sprachsteuerung

Nachgerade sensationell ist die Sprachsteuerung "Siri". Damit ist es möglich, mit dem iPhone fast in natürlicher Sprache zu kommunizieren - Star Trek lässt grüßen. Siri versteht weit über 200 Begriffe und Anweisungen: "Erinnere mich morgen um 9.00 an den Geburtstag von Gaby", "Wie wird morgen das Wetter in Köln?", "Ruf bitte Georg an" oder "Schreib eine Mail an Peter" - all das und sehr viel mehr ist nun machbar. Natürlich kann man dem iPhone dank Siri nun auch diktieren.

Apple weist Siri ausdrücklich als "Beta"-Version, also als noch nicht ganz abgeschlossen aus. Doch erste Tests zeigen, dass Siri bemerkenswert gut funktioniert - auch auf Deutsch und ohne, dass man betont deutlich oder langsam sprechen müsste. Wie Siri allerdings mit starken Dialekten klar kommt, wird man abwarten müssen.

Da Siri ein sehr rechenintensives Verfahren ist, wird die Sprachsteuerung nur auf dem iPhone 4S mit dem neuen A5-Chip funktionieren.

Antenne

Auch bei der Antenne hat Apple nachgebessert. Bislang galt die Außenantenne des iPhone 4, die im Stahlrahmen des Geräts steckt, als Schwachpunkt. Bedeckt man beim Telefonieren zu große Teile des Rahmens mit der Hand, kann es zu Verbindungsabbrüchen kommen.

Das soll beim iPhone 4S der Vergangenheit angehören, hier hat Apple nachgebessert und das Antennendesign geändert.

Akku

Trotz der gestiegenen Rechenleistung - mit der auch der Strombedarf kräftig steigt - soll der Akku gewohnt lange halten. An reiner Gesprächszeit gibt Apple bis zu 8 Stunden im 3G- und bis zu 14 Stunden im 2G-Netz an. Die Standby-Zeit beträgt 200 Stunden. Im Internet kann man damit im 3G-Netz bis zu 6 Stunden surfen, geht man übers WLAN online, werden daraus sogar 9 Stunden. Filme kann man mit dem iPhone 4S bis zu 10 Stunden sehen, die Audiowiedergabe läuft bis zu 40 Stunden.

Da Apple hier üblicherweise realistische Angaben macht, kann man davon ausgehen, dass das iPhone 4 diese Werte auch in der Praxis unter Beweis stellen wird.

iOS und iCloud

Das neue iPhone 4S wird mit iOS 5 und iCloud ausgeliefert. Beides steht auch Besitzern des iPhone 4 und des iPhone 3GS ab dem 12. Oktober als kostenloses Update zur Verfügung.

Neben den schon bekannten Neuerungen, die iOS 5 bringt, bietet iCloud auch ein neues Feature namens "Find my Friends". Dabei kann man sich die Position von Freunden und Bekannten auf einer Karte anzeigen lassen - vorausgesetzt, die Freunde und Bekannte haben dem zugestimmt, versteht sich. Diese Funktion kann auch nur für einen bestimmten Zeitraum aktiviert werden. So verliert man sich etwa im Gedränge eines Fußballspiels, im Einkaufsrummel oder beim Konzertbesuch nicht aus den Augen.

Speicher, Preise und Verfügbarkeit

Das iPhone 4S wird in zwei Farben (schwarz, weiß) und drei Speichergrößen (16 GB, 32 GB, 64 GB) angeboten.

Bei Apple kostet die 16-GB-Variante 629 Euro, für 32 GB werden 739 Euro fällig und die große 64-GB-Version schlägt mit 849 Euro zu Buche. Alle Geräte können ab sofort bei Apple vorbestellt werden und sind nicht mit einen bestimmten Mobilfunkanbieter gekoppelt.

Bei der Telekom kann man das iPhone 4S inklusive Zweijahresvertrag in der kleinsten Version für knapp 50 Euro bekommen.

Vodafone bietet es, ebenfalls mit Vertrag, ab 150 Euro an.

O2 hat das iPhone 4S ohne Vertragsbindung für rund 680 Euro im Programm.

Die Auslieferung des iPhone 4S erfolgt jeweils ab dem 14. Oktober.

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Tags: IPhone 4S, IOS 5, ICloud, | Autor: Giesbert Damaschke | Datum: 07.10.2011