Die iBooks-App erkennt Jailbreak-Geräte
Mit einem kleinen Trick verhindert Apple, dass iBooks auf Jailbreak-Geräten startet
Apple mag es zwar nicht, wenn man mit einem Jailbreak die enge Bindung von iPhone und App Store aushebelt, geht dagegen aber rechtlich nicht vor. Damit hätte der Konzern in den USA wohl auch keinen Erfolg, denn dort wurde ein Jailbreak im Juni 2010 als "Fair Use" ("angemessene Nutzung") klassifiziert und ist damit rechtlich unbedenklich.
Doch das hindert Apple natürlich nicht daran, den Jailbreakern das Leben schwer zu machen.
Jüngstes Beispiel scheint die iBooks-App zu sein, die auf geknackten Geräten nicht startet. Apple erreicht das durch einen kleinen Trick. Noch vor dem Start der App versucht iBooks einen nicht-signierten Code auszuführen. Unter iOS wird das aus Sicherheitsgründen verweigert, auf einem Jailbreak-Gerät entfällt diese Prüfung und der Code wird ausgeführt. So kann iBooks erkennen, ob es auf einem Jailbreak-Gerät gestartet werden soll oder nicht.
Da Apple diesen Trick allerdings nur bei iBooks anwendet, ist es fraglich, ob Apple mit dieser Prüfung tatsächlich gegen Jailbreaker zielt oder ob es sich hier nicht eher um eine Auswirkung des DRM-Schutzes von Ebooks aus dem iBookstore handelt.
Auf einem geknackten Gerät könnte der DRM-Schutz ausgehebelt werden, Apple muss aber den Verlagen genau diesen Schutz garantieren können, damit die Verlage ihre Bücher im iBookstore anbieten.
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