Apple setzt auf SproutCore

Einer der Kritikpunkte am iPhone ist die fehlende Unterstützung von Flash.  Damit, so die Kritiker, werden nicht nur viele Webseiten auf dem iPhone unbrauchbar, man limitiere auch die Webentwickler, die ihre Webseiten auch für das iPhone entwerfen möchten.

Apple lehnt den Einsatz von Flash auf dem iPhone aus einer Reihe von Gründen ab. Nicht nur, weil das Unternehmen generell kein Freund der proprietären Adobe-Lösung ist – die Apple-Webseite basiert auf offenen Webstandards wie HTML, CSS und Javascript –, sondern vor allem, weil Flash laut Apple viel zu ressourcenhungrig ist, als dass man es auf einem mobilen Device sinnvollerweise einsetzen kann.

Andererseits möchte man natürlich auch in Cupertino den Webentwicklern die Möglichkeit bieten, Webseiten zu gestalten, die den Komfort von Desktop-Umgebungen bieten.

Hier setzt Apple auf das offene System SproutCore. Dabei handelt es sich um ein Javascript-Framework, das die Entwicklung flexibler und leistungsfähiger Webseiten bei minimalsten Code-Aufwand ermöglichen soll. Der große Vorteil von SproutCore: es ist plattformübergreifend, offen und läuft mit jedem modernen Browser, ohne ein spezielles Plug-In zu benötigen.

Entwickelt wurde das System von Charles Jolley, Apple soll sich dem Vernehmen nach inzwischen sehr intensiv um die Weiterentwicklung von SproutCore kümmern. Das Verfahren wird von Apple bereits bei Mobile Me eingesetzt und soll in Zukunft auch auf dem iPhone Furore machen. SproutCore wird bereits als "Cocoa für Webseiten" bezeichnet, da es damit möglich sein soll, Webapplikationen zu entwickeln, die dem Bedienkomfort nativer OS-X-Programme in nichts nachstehen.

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Tags: | Autor: Giesbert Damaschke | Datum: 17.06.2008