Studie: Das iPhone ist nicht Business-tauglich

Apple zielt mit dem iPhone 3G und der Firmeware 2.0 auf den Business-Einsatz des iPhones. Vergeblich, sagt eine neue Studie.

Mit dem iPhone 3G und den neuen Möglichkeiten der Firmeware 2.0 soll das iPhone den Blackberrys dieser Welt das Fürchten lehren. Doch daran fehlt noch einiges, so das Ergebnis einer Studie des Fraunhofer Instituts in Zusammenarbeit mit Berlecon Research. 

Fünf Problemfelder hat man erkannt. An erster Stelle steht die Provider-Bindung an T-Mobile, die mit bestehenden Strukturen in Unternehmen kollidiert. Auch die exklusive Unterstützung von Active Sync ist ein Hindernis, da damit alle Unternehmen, die auf andere Groupware-Lösungen wie etwa Lotus Notes oder Novell Groupwise setzen,  die Push-Funktionen nicht nutzen können. Das Device Management gibt ebenfalls als Unternehmenssicht Anlass zur Kritik.

Wer als Administrator in einem Großunternehmen die Handy der Mitarbeiter zentral warten und verwalten will, bekommt bei dem iPhone Probleme. Lediglich in kleinen, überschaubaren Mengen sei die Administration gewährleistet. Unternehmen, die vielen Mitarbeitern ein iPhone geben wollen, sollten, so die Autoren der Studie, lieber warten, bis eine »umfassende Administrierbarkeit« gewährleistet sei.

Sicherheitsbedenken werden ebenfalls angemeldet. Zwar schütze der Passcode das iPhone vor unbefugtem Zugriff, aber den kann jeder Anwender selbst ein- und ausschalten, was nicht immer im Sinne der unternehmensweiten Sicherheitsvorschriften sei.

Schließlich wird auch der zentrale Softwareeinkauf über den App Store kritisiert, der eine zentrale Installation von Programmen auf allen Geräten eines Unternehmens nicht erlaube. Eine Installation von Programmen via Push und ohne Interaktion des Benutzer sei nicht möglich.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass das iPhone in seiner aktuellen Version nur für kleine Unternehmen mit wenigen iPhone-Nutzern den Anforderungen genügt.

Die Studie »Das iPhone im Unternehmenseinsatz – Sicherheit, Administrierbarkeit, Integration« kann beim Fraunhofer Institut bestellt werden.

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Tags: Business, Unternehmen, | Autor: Giesbert Damaschke | Datum: 04.09.2008